Wetter- und Warnlage für Deutschland




Ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Samstag, 19.10.2019, 10:15 Uhr

Heute vielerorts regnerisch, im Südwesten teils Dauerregen. In Hochlagen stürmisch, in den Alpen aufkommender Föhn.

Wetter- und Warnlage: Auf der Vorderseite eines umfangreichen Tiefdruckgebietes über Großbritannien und der Nordsee fließt weiterhin feuchtmilde Meeresluft nach Deutschland. Dabei gestaltet sich das Wetter auch am Wochenende wechselhaft.

STURM: Heute Vormittag an der Nordsee noch starke Böen um 55 km/h (Bft 7). In den Alpen dagegen aufkommender Südföhn mit zunehmend Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9) in den Hochlagen, in einzelnen exponierten Lagen auch schwere Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10). In Föhntälern starke Böen bis 60 km/h (Bft 7). Auf dem Brocken bis in die erste Nachthälfte der Nacht zum Sonntag Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9) aus Südwest. Ansonsten in exponierten Lagen einiger Mittelgebirge starke bis stürmische Böen bis 70 km/h (Bft 7 bis 8), in der Nacht zum Sonntag nachlassend. In den Alpen dann dagegen weitere Verstärkung des Föhns: In Hochlagen zunehmend schwere Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10) aus Süd, in einzelnen exponierten Lagen auch orkanartige Böen um 110 km/h (Bft 11).

GEWITTER: Heute nur sehr geringe Gewitterneigung (am ehesten im Norden und Nordwesten). In der Nacht zum Sonntag im Südwesten in den Dauerregen eingelagerte Gewitter nicht ausgeschlossen.

DAUERREGEN: Im Südschwarzwald und am südlichen Oberrhein teils ergiebiger Regen mit Mengen um 30 l/qm, in Staulagen um 40 l/qm innerhalb 24 Stunden bis zur Nacht zum Sonntag. Ab heute Nachmittag auch im Saarland und in Rheinland-Pfalz Dauerregengefahr.

NEBEL: In der Nacht zum Sonntag in der Bodenseeregion und in den Niederungen von Naab und Donau teils dichter Nebel mit Sichtweiten unter 150 m.

Detaillierter Wetterablauf:
Heute wolkig oder stark bewölkt und vielerorts regnerisch, im Südwesten teils länger andauernder Regen. Im Nordwesten Schauer. Etwa südlich der Donau weitgehend trocken und an den Alpen föhnig. Bei Höchstwerten von 13 Grad im äußersten Norden und bis 21 Grad im Südosten weiterhin mild bis sehr mild. In der Nacht zum Sonntag im Süden und Südosten überwiegend gering bewölkt teils auch klar, örtlich Nebel. Sonst weiter wolkig oder stark bewölkt und aus Südwesten von Frankreich und Belgien her neuer, teils länger anhaltender Regen im Verlauf bis nach Brandenburg vorankommend. Im Nordseeumfeld einzelne Regenschauer. Tiefstwerte 12 bis 5 Grad.

Am Sonntag in einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland bis zur Ostsee bedeckt mit teils länger anhaltendem Regen. Südöstlich einer Linie Breisgau-Niederlausitz trocken und heiter, teils auch länger sonnig. Auch im äußersten Nordwesten bei wechselnder bis starker Bewölkung abgesehen von einem geringen Schauerrisiko überwiegend trocken. Höchsttemperaturen in der Südosthälfte bei 18 bis 25 Grad, am östlichen Alpenrand bis 27 Grad. Unter den Regenwolken und an der See 13 bis 19 Grad. Überwiegend schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen, auf den Alpengipfeln föhnbedingt teils schwere Sturmböen oder orkanartige Böen. In der Nacht zum Montag in der Nordwesthälfte bei stark bewölktem bis bedecktem Himmel weiter unbeständig mit Regen oder Regenschauern. Sonst teils wolkig, teils stark bewölkt und überwiegend niederschlagsfrei. Im Südosten gebietsweise auch größere Wolkenauflockerungen. Gebietsweise dichter Nebel. Temperaturrückgang auf 13 bis 6 Grad.

Am Montag im Südosten anfangs noch sonnig, später wolkig, aber meist trocken. Sonst meist stark bewölkt oder bedeckt mit zeitweiligem Regen. Bei Höchstwerten zwischen 13 und 18, von der Lausitz bis zum Alpenrand zwischen 18 und 24 Grad weiter mild. Meist schwacher, in den westlichen Mittelgebirgen mäßiger und stark böiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen. Auf Alpengipfeln noch zeitweise Sturmböen. In der Nacht zum Dienstag im Norden und Westen noch dicht bewölkt, aber insgesamt allmählich abklingende Niederschläge. Im Süden und Südosten wolkig oder gering bewölkt, teils auch klar und meist trocken. Gebietsweise dichter Nebel. Tiefstwerte 11 bis 4 Grad.

Am Dienstag in der nordhälfte anfangs noch stärker bewölkt und vor allem im Osten noch letzte Tropfen. Im tagesverlauf aber auch dort auflockernd. Nach Süden zu nach Auflösung teils zäher Nebelfelder teils heiter, teils wolkig und trocken. Höchstwerte im Norden 13 bis 16 Grad, sonst 15 bis 19 Grad, an den Alpen bis 21 Grad. Im Küstenumfeld mäßiger, teils stark böiger Südwest- bis Westwind, sonst schwachwindig. In der Nacht zum Mittwoch im Norden wolkig, sonst gering bewölkt oder klar. Im Verlauf vielerorts Ausbildung von dichtem Nebel oder Hochnebel. Tiefstwerte 10 bis 4 Grad.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, Dipl. Met. Lars Kirchhübel